{"id":106,"date":"2013-01-27T15:26:58","date_gmt":"2013-01-27T14:26:58","guid":{"rendered":"http:\/\/zeitwidrig.de\/keks\/?p=106"},"modified":"2013-01-27T16:38:00","modified_gmt":"2013-01-27T15:38:00","slug":"generation-ja-was-eigentlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zeitwidrig.de\/wordpress\/blog\/2013\/01\/27\/generation-ja-was-eigentlich\/","title":{"rendered":"Generation&#8230; ja, was eigentlich?"},"content":{"rendered":"<p>Generation Y? Digital Natives? Millennials? Es gibt viele Bezeichnungen f\u00fcr meine Generation, also alles zwischen Jahrgang 1980 und 1990. Menschen, die von der Teilung Deutschlands nicht mehr viel mitbekommen haben. Menschen, die mit dem Internet aufgewachsen sind. Menschen, denen es verdammt gut geht und die unz\u00e4hlige M\u00f6glichkeiten haben.<\/p>\n<p>Ein Problem, was ich an den Begrifflichkeiten wie <em>Generation Y<\/em> habe, ist, dass uns dieser Stempel von Leuten aufgedr\u00fcckt wird, die \u00fcberhaupt nicht zu unserer Generation z\u00e4hlen. In erster Linie <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/berufsstart\/generation-y-audi-personalvorstand-thomas-sigi-im-interview-a-848764.html\">Personaler<\/a>. Und sie haben definitiv einige Sachen richtig identifiziert: mit Sicherheit m\u00f6chte ich eine ordentliche Work-Life-Balance. Wenngleich Arbeit und Privates heute so sehr verschwimmen, dass man besser von einer <em>Life-Balance<\/em> sprechen sollte. Aber betrifft das jetzt nur meine Generation? Bei der rasant ansteigenden Anzahl von Depression- und Burnout-Patienten merken hoffentlich auch noch andere, dass in unserer Gesellschaft Arbeit nicht mehr alles ist. Und die Generation Y m\u00f6chte nicht f\u00fchren? I call bullshit. Klar stellen wir bestehende Hierarchien erst mal in Frage. Aber daraus zu verallgemeinern, dass keiner mehr eine F\u00fchrungsrolle \u00fcbernehmen m\u00f6chte, ist schlicht falsch.<\/p>\n<p>Die einzige Frage, die sich Personaler und Werbebranche stellen ist <em>&#8220;Wie ticken die?&#8221;.\u00a0<\/em>Keiner fragt sich <em>&#8220;Wie f\u00fchlen die sich?&#8221;<\/em>. Wir sind eine Generation, f\u00fcr die Krieg etwas Unvorstellbares ist. Wir haben die Freiheit alles tun zu k\u00f6nnen, was wir wollen.\u00a0Aber genau diese unz\u00e4hligen M\u00f6glichkeiten\u00a0<a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/studium\/2013-01\/leserartikel-generation-moeglichkeiten\">erschlagen uns<\/a>. Denn wir haben auch keine\u00a0Leitbilder mehr (&#8220;Kapitalismus gut, Kommunismus b\u00f6se.&#8221;), wir m\u00fcssen uns weder beruflich noch privat in irgendeiner Weise einschr\u00e4nken. Alles l\u00e4uft bestens. Und wo hat&#8217;s uns hingef\u00fchrt? In einen Zustand, in dem die meisten gar nicht mehr so genau wissen, was sie wollen. Oder einer Utopie nachstreben: gen\u00fcgend Zeit f\u00fcr die Familie, Zeit f\u00fcr Hobbies und eine Arbeit, die Spa\u00df macht.<\/p>\n<p>Die Vielzahl an M\u00f6glichkeiten ist ein Luxusproblem, die sprichw\u00f6rtliche Qual der Wahl. Du kannst in jedes Land der Welt reisen und bleibst am Ende doch zu Hause, weil du dich nicht entscheiden kannst. Oder du bereust, dass du nicht nach Australien geflogen bist, obwohl du gerade am Strand in Florida liegst.<\/p>\n<p>Es kann also nicht schaden, auch tats\u00e4chlich mal mit meiner Generation zu reden, als nur von au\u00dfen draufzuschauen und zu analysieren. Gl\u00fccklicherweise denkt auch manch anderer aus meiner Generation so und versucht ein wenig zu <a href=\"http:\/\/generationthatsy.wordpress.com\/generation-y-aus-sicht-der-generation-y\/\">vermitteln<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Generation Y? Digital Natives? 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